Mit gutem Beispiel

Arbeitsschutz funktioniert nur mit Kommunikation!

Die Beschäftigten der TEREG Gebäudedienste reinigen unter anderem die Busse und Bahnen der Stadt Hamburg. Mit Sprachbarrieren geht das Unternehmen gekonnt um und ist darüber hinaus beim gesamten Thema Sicherheit in der Kommunikation sehr aktiv.

Die TEREG Gebäudedienste GmbH hat sich seit ihrer Gründung 1963 ständig weiterentwickelt. Heute bietet sie Dienstleistungen in den Bereichen Reinigung, Sanierung und Services an. Sieben Sicherheitsfachkräfte (Sifa) sind für alle rund 1.000 Beschäftigte im Einsatz. Sifa-Teamleiter Jörg Kunert kümmert sich in punkto Sicherheit auch um die Kommunikation und vermittelt mit regelmäßigen Unterweisungen Inhalte zu Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. „Steter Tropfen höhlt den Stein. Am Ende des Tages muss ich sicher sein, dass alle die Botschaft verstanden haben. Und wir setzen so lange auf Wiederholung, bis sie angekommen ist“, sagt er. Dass die Beschäftigten aus 57 Ländern verschiedene Muttersprachen haben, ist dabei kein Problem. Viele Unterlagen gibt es in den acht wichtigsten Sprachen. Zum Teil geht es auch ohne Worte: „Wir arbeiten viel mit Symbolen, sodass man sofort erkennt, wie sicheres Arbeiten geht und was dafür gemacht werden muss“, so Kunert.

„Jeder, der eine Frage zur Sicherheit hat, bekommt so schnell wie möglich eine Antwort. “
Jörg Kunert, Sifa-Teamleiter, TEREG Gebäudedienste GmbH

Strukturen für Sicherheit

Arbeitssicherheit ist im Unternehmen zentral. Für kurze Entscheidungswege ist Jörg Kunert mit seinem Team direkt bei der Geschäftsführung angegliedert. Das garantiert schnelle Reaktionsmöglichkeiten. Regelmäßig finden Besprechungen mit den Betriebs- und Bereichsleitungen sowie mit der Gesundheitsmanagerin statt, der Arbeitsschutzausschuss tagt vierteljährlich. Besonderes Augenmerk liegt bei TEREG zudem auf der vollständigen und zügigen Erfassung von Unfällen, Beinahe-Unfällen und kritischen Situationen mit einem eigenen Meldesystem. Die Fragen bei der Analyse lauten: Wie konnte es zu dem Vorfall kommen? Was kann man tun, damit es nicht wieder passiert? Müssen Maßnahmen im Arbeitsschutz angepasst werden, dann erfolgt eine umfassende Kommunikation an alle Betroffenen.

Wichtig dabei: Kommunikation soll nicht nur von oben nach unten, sondern auch von unten nach oben stattfinden: „Jeder, der eine Frage zur Sicherheit hat, ruft mich an oder mailt mir und bekommt so schnell wie möglich eine Antwort “, sagt Kunert.
 

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Innovation dank Kommunikation

Wer sich unternehmensintern viel austauscht, kommt auch auf Ideen, wie Angebote ausgebaut werden können: Für den Hamburger Verkehrsverbund sorgt neuerdings ein spezielles Team für die Wartung von Aufzügen. Ein ähnliches Angebot gibt es für die Busflotte: von der Betankung über Tachoscheibenwechsel bis zur Kontrolle von Öl, Wasser und Kühlerflüssigkeit.

Eine weitere Besonderheit im Gebäudemanagement haben die Arbeitsschützenden bei TEREG stets im Blick: Bei ihren Dienstleistungen kommen sie häufig in Kontakt mit der Organisation des Arbeitsschutzes beim Auftragsunternehmen. Ein Beispiel: „Wir nehmen unsere Fehlerstrom-Schutzeinrichtung mit, wenn es beim Kunden vor Ort keine gibt“, erklärt Kunert. „Oder wir bieten unsere Kompetenz in Sachen Arbeitssicherheit an und suchen das Gespräch.“ Denn Arbeitsschutz beginnt für ihn mit der Arbeitsvorbereitung, also mit dem Angebot. Für jede mögliche Arbeitssituation erstellen er und sein Team eine Gefährdungsbeurteilung, sei es bei den Themen Gefahrstoffe, Ergonomie oder psychische Gesundheit. „Das ist die Grundlage, um Schutzmaßnahmen festzulegen, eine Betriebsanweisung zu erstellen und die Unterweisungsunterlagen vor Ort bereitzustellen. Also: im Detail angeguckt, abgestimmt und umgesetzt“, bringt er den Arbeitsschutz im Unternehmen auf den Punkt.

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