Der Sitz des Familienunternehmens der Firma Grimm.
Bild: Grimm
Mit gutem Beispiel

Zusammen in die Zukunft

Den Generationswechsel und die digitale Transformation bewältigen, dabei ein attraktiver Arbeitgeber bleiben und den Arbeitsschutz nicht aus den Augen verlieren: Der Familienbetrieb Grimm zeigt, wie das geht.

Ein Familienunternehmen im Umbruch: Zwei Generationen machen ihren Betrieb gemeinsam fit für die Zukunft. So geschieht es gerade beim Mittelständler Grimm im oberschwäbischen Maselheim. Die Firma plant und baut neben Ein- und Mehrfamilienhäusern auch Industrie- und Gewerbebauten schlüsselfertig und ist ebenso bei der Sanierung und Verwaltung von Immobilien aktiv.

„Wir bringen neue Impulse und Perspektiven ein und unsere Väter das technische Know-how sowie ihre jahrzehntelange Geschäftserfahrung.“
Julius Grimm

Tradition erhalten, Modernisierung vorantreiben

Im Jahr 1962 wurde das Unternehmen von Großvater Karl Grimm als Stuckateur-Betrieb gegründet. Seine Söhne Paul und Werner Grimm bauten den Betrieb nach und nach zum Generalübernehmer mit aktuell mehr als 80 Beschäftigten aus. Nachdem sie seit über 40 Jahren das Ruder in der Hand haben, setzen Stuckateurmeister Werner Grimm und Bauingenieur Paul Grimm nun auf ihre Kinder. Die Übergabe des Staffelstabs erfolgt stufenweise – seit 2018 übernehmen Elena, Julia und Julius Grimm zunehmend Verantwortung. Sie kennen den Betrieb von Kindesbeinen an. „Wir bringen neue Impulse und Perspektiven ein und unsere Väter das technische Know-how sowie ihre jahrzehntelange Geschäftserfahrung“, beschreibt Julius Grimm, der in die Fußstapfen seines Vaters Paul tritt, den Generationswechsel. Der Übergang zur dritten Generation gilt unter Experten als der schwierigste – das ist den Grimms bewusst.

Personen des Familienunternehmens Grimm (von links nach rechts): Michael Grimm, Julia Grimm, Werner Grimm, Josephine Grimm, Paul Grimm, Julius Grimm und Elena Grimm.
Von links nach rechts: Michael Grimm, Julia Grimm, Werner Grimm, Josephine Grimm, Paul Grimm, Julius Grimm, Elena Grimm.
Bild: Grimm

Das Bauen digitalisieren

Seit einigen Jahren treibt Julius Grimm die digitale Transformation bei Grimm voran. In Zeiten, in denen Personal knapp und Ressourcen rar sind, ist sie umso dringlicher. „Das Building Information Modeling wird zunehmend zum zentralen Werkzeug unserer Arbeit. Damit können wir unseren Kundinnen und Kunden wirklich nachhaltige Lösungen anbieten, unseren Bau-Fachleuten die Arbeit erleichtern und die Bauabläufe effizienter und sicherer gestalten“, erklärt Julius Grimm. Dafür hat Grimm ein BIM-Team aus sieben Fachleuten zusammengestellt, die sowohl in der Bauplanung und -ausführung als auch im IT-Bereich kompetent sind.

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Bild: H.ZWEI.S Werbeagentur GmbH - BG BAU

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Das zeige, so Julius Grimm, dass man auch als Familienbetrieb attraktiv für begehrte Fachkräfte sei. Elena Grimm erweitert konsequent den jüngsten Geschäftszweig, das Gebäudemanagement und die Immobilienverwaltung. Schließlich zielt die BIM-Methode auf den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks ab. Deshalb übernimmt Grimm nach dem Planen und Bauen auf Wunsch auch die Erhaltung sowie Bewirtschaftung und später die Modernisierung der Gebäude.
 

Innovationen für den Arbeitsschutz nutzen

Unter den Vorzeichen des demografischen Wandels und der schwierigen Personalsituation wollen die Juniorpartner auch den Arbeitsschutz weiterentwickeln. Sie wissen, dass nur gesunde Arbeitsplätze auch attraktive Arbeitsplätze sind. Das war zwar bereits dem Großvater und Firmengründer ein Anliegen, aber mit BIM haben sie nun auch in diesem Bereich ganz neue Möglichkeiten. Im 3-D-Modell fallen viele Gefährdungen bereits während der Planung ins Auge. Damit lassen sich angemessene Arbeitsschutzlösungen und Sicherheitsmaßnahmen von vorneherein festlegen und kalkulieren. Auch so eine Innovation, mit der die Grimms ihr Unternehmen auf die Zukunft ausrichten.

Grafik einheitliche Unternehmensnummer zeigt drei Betriebsteile.
Bild: Franziska Mayer - HAAS Publishing GmbH

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8. Dezember 2022

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