Mann beim Reinigen eines Fußbodens mit einer Reinigungsmaschine.
Bild: clean and more GmbH
Mit gutem Beispiel

Bilder sagen mehr als tausend Worte

Im Bochumer Studentenwerk sorgen die knapp 80 Beschäftigten bei der clean and more GmbH für Sauberkeit und Hygiene. Dabei setzt Betriebsleiter Martin Lens auf gut geschultes Personal und in Sachen Sicherheit auf Unterweisungen.

Kommt eine Neue oder ein Neuer ins Unternehmen, dann steht erst einmal viel an. Neben der Einweisung ins Reinigungsobjekt vor allem Unterweisungen zur Arbeitssicherheit. „Wir haben für alle Neuen die Merkhefte der BG BAU vorrätig“, erklärt Betriebsleiter Lens sein Vorgehen: „Jeder, der schon einmal eine Unterweisung gemacht hat, weiß, dass die vielen Informationen die Beschäftigten anstrengen.“ Mit den Merkheften der Informationsreihe „Bausteine“ erhalten sie die Möglichkeit, die vielen Inhalte noch einmal nachzuschlagen.

„Wir arbeiten gerne mit Piktogrammen in unseren Unterlagen.“
Martin Lens

Gut findet Martin Lens auch die Bausteine mit Kurzinhalten in Fremdsprachen der Reihe „sehen + verstehen“. Damit kann Wichtiges einfach und verständlich kommuniziert werden. Denn Sprachbarrieren gibt es auch bei clean and more. In den Teams findet sich jedoch immer eine Person, die neben der Muttersprache gut Deutsch spricht und bei Bedarf übersetzen kann. „Wir arbeiten gerne auch mit Piktogrammen in unseren Unterlagen, um mögliche Fehlerquellen zu vermeiden“, erklärt Martin Lens. Denn diese Bilder sagen mehr als tausend Worte.
 

Strukturen für Sicherheit

So klar wie die Kommunikation sind auch die Strukturen für die Arbeitssicherheit. Für jede Aufgabe gibt es eine Gefährdungsbeurteilung mit daraus folgenden Maßnahmen für das sichere und gesunde Arbeiten. Dazu finden mindestens einmal im Jahr Unterweisungen für alle Beschäftigten statt. Außerdem können diese Maßnahmen in den Objektordnern vor Ort oder in Fahrzeugen in den Betriebsanweisungen nachgelesen werden. Auch in diesen Unterlagen finden sich häufig Piktogramme. „Wie oft wir unterweisen, machen wir davon abhängig, wie oft es gebraucht wird.“ Das übernimmt dann auch jemand, der es schnell und professionell erledigen kann. Das kann die Sicherheitsfachkraft (SiFa) sein, die das Unternehmen über die BG BAU Tochter Beratungsgesellschaft für Arbeits- und Gesundheitsschutz (BfGA) Berlin mbH betreut, eine zusätzlich engagierte Sicherheitsfachkraft oder die Objektleitung vor Ort. Wenn nötig, unterweist auch Martin Lens selbst.

Das ist das Logo zur Digitalen Gefährdungsbeurteilung.
Bild: H.ZWEI.S Werbeagentur GmbH - BG BAU

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Das Thema „Unterweisung“ wird auch regelmäßig im Ausschuss für Arbeitssicherheit besprochen. Alle Beteiligten – Unternehmensleitung, SiFas, Betriebsärztin und Sicherheitsbeauftragte – haben dank der Digitalisierung im Unternehmen in Echtzeit einen Überblick über den aktuellen Unterweisungsstand. Zudem werden im Team Lösungen für spezielle Bedürfnisse von Beschäftigten gefunden, damit diese im Betrieb gehalten werden können. Das können zum Beispiel orthopädische Sicherheitsschuhe oder spezielle Handschuhe für Personen mit Latexallergie sein.

Junge Frau hält einen Vortrag vor Beschäftigten. Auf dem großen Bildschirm an der Wand steht: Was ist Hautschutz?
Bildelemente unterstützen bei Unterweisungen.
Bild: clean and more GmbH

Innovationen als Fachkräftesicherung

„Als Arbeitgeber bin ich immer an neuen Verfahren interessiert“, bringt Martin Lens sein Interesse an Innovationen auf den Punkt. „Wir haben gut ausgebildete und motivierte Beschäftigte und ich möchte ihnen auch interessante neue Aufgaben bieten.“ Beispielsweise hat er ein neues nachhaltiges Verfahren für Kautschukböden eingeführt. Diese werden nun abgeschliffen und versiegelt statt ausgetauscht. Das spart für die Auftraggeberin oder den Auftraggeber Ressourcen und die Beschäftigten erwerben neue Kompetenzen. Selbstverständlich gehören im Lernprozess auch Sicherheitsaspekte dazu.

Grafik eines Coronavirus
Bild: Florian Perez - xmedias

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