Reiner Hauptvogel, stellvertretendes Mitglied des BG BAU Vorstandes der Arbeitgebergruppe.
Bild: Klaus Freitag
Aus der Praxis für die Praxis

Stimmen aus der Selbstverwaltung der BG BAU: Klaus Freitag

Arbeitgebervertreter, Carl Freitag Bauunternehmen GmbH & Co. KG.

Wo gestaltet sich der Kopfschutz in der Praxis be­sonders schwierig?

Meiner Erfahrung nach haben wir hier vor allem bei kleineren und mittleren Unternehmen Probleme. Große Unternehmen sind besser organisiert und setzen auch den Arbeitsschutz strukturierter um, kleineren Unternehmen fehlt hierfür oft die Zeit und die konsequente Durchset­zung. Und in der Folge tragen dann viele Beschäftigte kei­nen Helm und werden von ihren Vorgesetzten nicht oder nur selten darauf aufmerksam gemacht.
 

Was kann man tun, damit Unternehmen und Be­schäftigte stärker auf das Thema Kopfschutz achten?

Ich denke, dass der BG BAU hier eine wichtige Rolle zukommt, gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen. Die BG BAU sollte darauf achten, dass sie nicht nur als „Kontroll- und Behinderungsbehörde“ wahrgenommen wird, die Geld kostet, sondern als die Unfallversicherung der Unternehmer, die sie bei einem Unfallgeschehen vor Vermögensschäden schützt. Deshalb ist es wichtig, dass eine Aufsichtsperson in erster Linie beratend und auf Au­genhöhe auftritt, erst dann auch mahnend und mit erho­benem Zeigefinger.
 

Wie kann die BG BAU Unternehmen außerdem noch unterstützen?

Die Arbeitsschutzprämien sind sicherlich ein guter Ansatz, um auch beim Thema Kopfschutz Fortschritte zu machen. Wenn ich Geld für den Kauf von bestimmten Hel­men bekomme, dann ist das doch ein handfester Anreiz. Mit der Förderung wirken beide Seiten – Unternehmen und Berufsgenossenschaft – zusammen und nicht gegen­einander. Auch finde ich es gut, dass die BG BAU sich in den überbetrieblichen Ausbildungszentren engagiert und dort die Azubis schult.
 

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