Grafik Ausrufezeichen und Statistiksäulen-Diagramm
Bild: Franziska Mayer - HAAS Publishing GmbH
Sicher arbeiten

Mehr Berufskrankheiten, aber weniger Unfälle

Die BG BAU hat ihre neuen Statistiken für die Bauwirtschaft vorgelegt. Demnach gab es im Jahr 2022 mehr Verdachtsanzeigen für Berufskrankheiten als im Jahr zuvor. Die Zahl der Arbeits- und Wegeunfälle ging hingegen zurück.

Die BG BAU ist als Trägerin der gesetzlichen Unfallversicherung für Unternehmen und Versicherte in der Bauwirtschaft und den baunahen Dienstleistungen zuständig. Im letzten Jahr ist sowohl die Anzahl der Mitgliedsbetriebe als auch der Versicherten gestiegen. 2022 waren mehr als 3,1 Millionen Beschäftigte aus über 584.000 Betrieben bei der BG BAU versichert.

Grafik: Der BG BAU im Jahr 2022 gemeldete Verdachtsfälle an Berufskrankheiten.
Bild: Franziska Mayer - HAAS Publishing GmbH

Verdachtsanzeigen auf eine Berufskrankheit nehmen zu

Die Zahl der Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit hat im letzten Jahr zugenommen. Von 16.492 Verdachtsanzeigen im Jahr 2021 stieg sie auf 18.228 im Jahr 2022. Dies entspricht einem Gesamtanstieg um über zehn Prozent. Mathias Neuser, amtierender Vorsitzender des Vorstands der BG BAU, sagt dazu: „Besondere Sorgen macht uns dabei die Lärmschwerhörigkeit, die wieder auf Platz eins der Liste landet, sowie die weitere Zunahme bei den asbestbedingten Erkrankungen. Deshalb müssen wir hierauf einen noch stärkeren Fokus bei unserer Präventionsarbeit richten, um zukünftigen Erkrankungen vorzubeugen.“

Grafik: Todesfälle durch Berufskrankheiten aus dem Jahr 2022.
Bild: Franziska Mayer - HAAS Publishing GmbH
Rückseite einer Dose mit Infos und Verwendungshinweisen, bei der der Satz "Ab dem 24. August 2023 muss vor der industriellen oder gewerblichen Verwendung eine angemessene Schulung erfolgen" mit einem blauen Rahmen hervorgehoben ist.
Bild: Klaus Kersting - BG BAU

Isocyanate im PU-Schaum: Sind Sie vorbereitet?

Isocyanate, die wesentlichen Ausgangsstoffe von Polyurethanen (PU) die als Bestandteil von PU-Schaum kaum aus dem Alltag am Bau wegzudenken sind, dürfen ab dem 24. August 2023 nur noch von geschultem Personal verwendet werden. 

Zur Isocyanate-Schulung informieren und anmelden.

 

Asbest bei Berufskrankheiten häufigste Todesursache

Bei den Berufskrankheiten ist Asbest die häufigste Todesursache. In den vergangenen zehn Jahren sind 3.376 Versicherte der BG BAU infolge einer asbestbedingten Berufserkrankung gestorben, allein im Jahr 2022 waren es 320. Die ersten drei in der Infografik genannten Berufskrankheiten werden durch Asbest verursacht. Trotz dieses großen Gefährdungspotenzials ist ein effektiver Schutz vor der tödlichen Faser möglich. Asbest darf in Deutschland seit 1993 nicht mehr verbaut werden, ist aber noch in vielen Bestandsgebäuden vorhanden und kann etwa bei Sanierungsarbeiten freigesetzt werden. Besonders wichtig ist es daher, staubarm zu arbeiten. Wie das geht und welche Unterstützungsleistungen die BG BAU hierfür bietet, erfahren Sie in diesem Artikel zum Thema Asbest.

Grafik: Entwicklung der Arbeits- und Wegeunfälle von 2018 bis 2022.
Grafik: Entwicklung der Arbeits- und Wegeunfälle von 2018 bis 2022.
Bild: Franziska Mayer - HAAS Publishing GmbH

Rückgang bei Arbeits- und Wegeunfällen

Die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle in der Bauwirtschaft und den baunahen Dienstleistungen ist im Jahr 2022 auf 99.380 gesunken. Im Jahr zuvor betrug die Zahl noch 103.525. „2022 ist das erste Jahr, in dem wir in der Bauwirtschaft weniger als 100.000 meldepflichtige Arbeitsunfälle haben“, kommentiert Dirk Müller, alternierender Vorsitzender des Vorstands der BG BAU. „Das ist eine gute Nachricht. Aber das ist trotzdem kein Grund, dass wir uns zurücklehnen. Ganz im Gegenteil: Es bleibt viel zu tun, um den Arbeitsschutz weiter voranzubringen und noch wirksamer zu machen.“ Der Rückgang zeigt sich auch in der sogenannten Tausend-Personen-Quote, die die relative Unfallhäufigkeit pro 1.000 Vollbeschäftigte abbildet. Sie lag 2022 bei 45,51 (2021: 49,84).

Illustration eines Lautsprechers mit Briefen.
Bild: Julien Eichinger - stock.adobe.com

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7. Dezember 2023

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