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Für alle, die in der warmen Jahreszeit draußen arbeiten, kann es schnell kritisch werden. Bereits bevor ein Sonnenbrand entsteht, wird die Haut geschädigt. Zudem verringert Hitzestress die Leistungsfähigkeit. Deshalb heißt es: von März bis Oktober den UV-Index und Temperaturvorhersagen checken und passende Schutzmaßnahmen gegen UV-Strahlung und steigende Temperaturen ergreifen.
Aufsichtspersonen und andere BG BAU-Gesichter geben Tipps zur Arbeitssicherheit und für gesundes Arbeiten auf dem Bau. Schauen Sie vorbei - eine Registrierung ist beim Verwenden von Webbrowsern nicht notwendig:
Warum vor Sonne und Hitze schützen? Über jeden Zentimeter ungeschützter Haut und Augen können UV-Strahlen in unseren Körper eindringen. Die möglichen Folgen: Augenreizungen, Zellveränderungen und im schlimmsten Fall Hautkrebs. Die Zahlen für die Berufskrankheit weißer Hautkrebs durch UV-Strahlung steigen seit Jahren. Darüber hinaus sorgt der Klimawandel für längere und intensivere Hitzeperioden. Hitze belastet den Körper, senkt die Leistungsfähigkeit und kann im Extremfall sogar tödlich enden.
• Ab Stufe 3: möglichst im Schatten arbeiten, Schutz wie langärmlige Kleidung notwendig
• Ab Stufe 6: hohe Belastung, Schutzmaßnahmen im Schatten nötig
• Ab Stufe 8: Arbeiten im Freien zwischen 10 und 16 Uhr nach Möglichkeit vermeiden
TIPP: den UV-Index bei jeder Einsatzplanung einbeziehen.
Unser Plakat UV-Index (PDF, 246 KB) zeigt, auf was wann zu achten ist.
Eigentlich fühlt es jede und jeder, aber eine Überblicksstudie aus dem Jahr 2021, der 22 Einzelstudien aus den Jahren 2005 bis 2020 zugrunde lagen, konnte den Zusammenhang nun auch belegen: Bei hohen Temperaturen nimmt die Konzentrationsfähigkeit ab. In der Folge kommt es unter anderem zu einer steigenden Zahl an Arbeits- und Wegeunfällen.
Betriebe müssen ihre Gefährdungsbeurteilung und die darin ergriffenen Schutzmaßnahmen regelmäßig prüfen, anpassen und erweitern. Wer das nicht tut, riskiert nicht nur die Gesundheit von Beschäftigten, sondern auch Produktivität und Betriebssicherheit. Konkret bedeutet dies: Prüfen Sie, ob Gefährdungen durch Hitze und UVStrahlung sowie die passenden Schutzmaßnahmen in Ihrer Gefährdungsbeurteilung berücksichtigt sind. Falls nicht, ergänzen Sie diese.
| 1. Der cleverste Schritt: aus der Sonne raus | 2. Immer dabei: die richtige Ausrüstung | 3. Die Temperaturen im Blick haben und rechtzeitig handeln |
| Arbeiten nach innen verlagern, etwa durch Vorfertigung | UV-Schutzkleidung als lange Funktionsbekleidung tragen | Hitzeaktionsplan aufstellen |
| Außenbereiche gezielt verschatten, zum Beispiel mit Sonnenzelten, Sonnensegeln oder einem Sonnenschirm | Kühlwesten, Kühlkleidung, Kühlelemente an Armen, Beinen oder im Helm einsetzen | Beschäftigte schrittweise an hohe Temperaturen gewöhnen |
| Arbeitszeiten für Tätigkeiten im Freien möglichst in den frühen Morgen legen, da die UV-Strahlung da noch nicht so intensiv ist | Helm oder Kopfbedeckung mit Nackenschutz ausstatten | Arbeitsplätze durch Ventilation oder Klimatisierung kühlen |
| Das Prinzip dahinter: UV- und Hitzeeinwirkung von vornherein vermindern. | Sonnenbrillen mit UV-Filter beschaffen | Mehr Pausen ermöglichen |
| Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor von mindestens 30, besser 50 bereitstellen | Trinkwasser oder alkoholfreie Getränke bereitstellen | |
| Beschäftigte zur UV-Strahlung und zu Schutzmaßnahmen unterweisen | Tipp: Mit einem Hitzeaktionsplan sind alle Maßnahmen gut vorbereitet. | |
| Gut zu wissen: Schutzausrüstung muss vom Arbeitgeber gestellt werden. |
Hitzeaktionspläne, Infoplakate oder Zuschüsse zu Verschattungs- und Kühlausrüstung – wenn Sie mehr über unsere Unterstützungsangebote oder auch weiterführende Informationen zum Arbeiten bei Sonne und Hitze suchen, schauen Sie hier nach.
1. Juni 2026