Schwerpunkt

Raus aus der Sonne

Wer in der warmen Jahreszeit im Freien arbeitet, ist UV-Strahlung und Hitze ausgesetzt. UV-Index und Temperaturvorhersagen helfen, rechtzeitig geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen.

Für alle, die in der warmen Jahreszeit draußen arbeiten, kann es schnell kritisch werden. Bereits bevor ein Sonnenbrand entsteht, wird die Haut geschädigt. Zudem verringert Hitzestress die Leistungsfähigkeit. Deshalb heißt es: von März bis Oktober den UV-Index und Temperaturvorhersagen checken und passende Schutzmaßnahmen gegen UV-Strahlung und steigende Temperaturen ergreifen.

Ein Gärtner schneidet einen Buchsbaum. Er trägt eine Kappe mit Nackentuch, Handschuhe, Gehörschutz und Schutzbrille.
Bild: juefraphoto / Getty Images
Die Aufsichtsperson Denny Hillert zeigt anhand einer Melone wie gut ein Schutzhelm den Kopf schützt. Sein Oberkörper ist auf ein Smartphone montiert.
Bild: Jan-Peter Schulz, Roman Samokhin - stock.adobe.com

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Warum vor Sonne und Hitze schützen? Über jeden Zentimeter ungeschützter Haut und Augen können UV-Strahlen in unseren Körper eindringen. Die möglichen Folgen: Augenreizungen, Zellveränderungen und im schlimmsten Fall Hautkrebs. Die Zahlen für die Berufskrankheit weißer Hautkrebs durch UV-Strahlung steigen seit Jahren. Darüber hinaus sorgt der Klimawandel für längere und intensivere Hitzeperioden. Hitze belastet den Körper, senkt die Leistungsfähigkeit und kann im Extremfall sogar tödlich enden.
 

Unbedingt nutzen: der UV-Index


• Ab Stufe 3: möglichst im Schatten arbeiten, Schutz wie langärmlige Kleidung notwendig
• Ab Stufe 6: hohe Belastung, Schutzmaßnahmen im Schatten nötig
• Ab Stufe 8: Arbeiten im Freien zwischen 10 und 16 Uhr nach Möglichkeit vermeiden

TIPP: den UV-Index bei jeder Einsatzplanung einbeziehen.

Unser Plakat UV-Index (PDF, 246 KB) zeigt, auf was wann zu achten ist. 

 

Unfallrisiko steigt mit den Temperaturen 

Eigentlich fühlt es jede und jeder, aber eine Überblicksstudie aus dem Jahr 2021, der 22 Einzelstudien aus den Jahren 2005 bis 2020 zugrunde lagen, konnte den Zusammenhang nun auch belegen: Bei hohen Temperaturen nimmt die Konzentrationsfähigkeit ab. In der Folge kommt es unter anderem zu einer steigenden Zahl an Arbeits- und Wegeunfällen.
 

Säulendiagramm zeigt den Anstieg der Arbeits- und Wegeunfälle mit dem Anstieg der Temperatur in den Sommermonaten.
Bild: Franziska Mayer - HAAS Publishing GmbH / DGUV

Gefährdungsbeurteilung anpassen 

Betriebe müssen ihre Gefährdungsbeurteilung und die darin ergriffenen Schutzmaßnahmen regelmäßig prüfen, anpassen und erweitern. Wer das nicht tut, riskiert nicht nur die Gesundheit von Beschäftigten, sondern auch Produktivität und Betriebssicherheit. Konkret bedeutet dies: Prüfen Sie, ob Gefährdungen durch Hitze und UVStrahlung sowie die passenden Schutzmaßnahmen in Ihrer Gefährdungsbeurteilung berücksichtigt sind. Falls nicht, ergänzen Sie diese.


In drei Schritten handeln, um beim UV- und Hitzeschutz zu punkten

1. Der cleverste Schritt: aus der Sonne raus2. Immer dabei: die richtige Ausrüstung3. Die Temperaturen im Blick haben und rechtzeitig handeln
Arbeiten nach innen verlagern, etwa durch VorfertigungUV-Schutzkleidung als lange Funktionsbekleidung tragenHitzeaktionsplan aufstellen
Außenbereiche gezielt verschatten, zum Beispiel mit Sonnenzelten, Sonnensegeln oder einem SonnenschirmKühlwesten, Kühlkleidung, Kühlelemente an Armen, Beinen oder im Helm einsetzenBeschäftigte schrittweise an hohe Temperaturen gewöhnen
Arbeitszeiten für Tätigkeiten im Freien möglichst in den frühen Morgen legen, da die UV-Strahlung da noch nicht so intensiv istHelm oder Kopfbedeckung mit Nackenschutz ausstattenArbeitsplätze durch Ventilation oder Klimatisierung kühlen
Das Prinzip dahinter: UV- und Hitzeeinwirkung von vornherein vermindern.Sonnenbrillen mit UV-Filter beschaffenMehr Pausen ermöglichen
 Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor von mindestens 30, besser 50 bereitstellenTrinkwasser oder alkoholfreie Getränke bereitstellen
 Beschäftigte zur UV-Strahlung und zu Schutzmaßnahmen unterweisenTipp: Mit einem Hitzeaktionsplan sind alle Maßnahmen gut vorbereitet.
 Gut zu wissen: Schutzausrüstung muss vom Arbeitgeber gestellt werden. 

 

Die BG BAU unterstützt Sie! 

Hitzeaktionspläne, Infoplakate oder Zuschüsse zu Verschattungs- und Kühlausrüstung – wenn Sie mehr über unsere Unterstützungsangebote oder auch weiterführende Informationen zum Arbeiten bei Sonne und Hitze suchen, schauen Sie hier nach.

1. Juni 2026

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