Maik Waidelich, Arbeitgebervertreter, Waidelich GmbH Bauunternehmung.
Bild: privat
Aus der Praxis für die Praxis

Stimmen aus der Selbstverwaltung der BG BAU

Arbeiten bei Hitze auf der Baustelle: Arbeitgebervertreter Maik Waidelich erklärt, wie flexible Arbeitszeiten und Schutzmaßnahmen Unfälle vermeiden.

Herr Waidelich, ist es in Ihrem Unternehmen möglich, die Arbeitsabläufe so anzupassen, dass die Beschäftigten in der Mittagszeit nicht in der prallen Sonne arbeiten müssen? 

Es kommt auf den Fortschritt der Baustelle und die örtlichen Gegebenheiten an. Wir versuchen, Arbeiten entsprechend dem Schattenfall auszuführen. Das heißt: Wenn es möglich ist, arbeiten wir mit dem wandernden Schatten. Wenn es der Baufortschritt zulässt, werden Arbeiten in den heißen Mittagsstunden im Inneren der Gebäude ausgeführt. An extrem heißen Tagen beginnen wir früher mit unserer Arbeit. Vesper- und Mittagspausen werden verlängert, der Feierabend auch mal vorgezogen.

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Bild: SANALRENK / Getty Images

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Studien zeigen, dass die Konzentration von Beschäftigten bei hohen Temperaturen nachlässt und es häufiger zu Fehlern und Unfällen kommt. Können Sie dies bestätigen und was lässt sich dagegen tun? 

Ja, das kann ich leider bestätigen. Immer wieder kommt es aufgrund der äußeren Einflüsse zu Unfällen und Verletzungen. Auch können akute Erkrankungen wie etwa Hitzschläge auftreten. Um diesen Gefahren entgegenzuwirken, ist es sehr wichtig, seine Mitarbeiter im Blick zu haben und zum Beispiel genügend Getränke zur Verfügung zu stellen sowie für die Verschattung von Arbeitsplätzen zu sorgen. Manchmal geben wir unseren Beschäftigten auch ein kühles Eis aus.

1. Juni 2026

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