Christoph Eydam, Arbeitgebervertreter, Baugesellschaft Eydam mbH.
Bild: Peter Himsel
Aus der Praxis für die Praxis

Stimmen aus der Selbstverwaltung der BG BAU: Christoph Eydam

Arbeitgebervertreter, Baugesellschaft Eydam mbH.

Herr Eydam, wie wichtig ist es für ein Bauunternehmen, über das Wetter informiert zu sein? Welche Vorbereitungen treffen Sie, wenn viel Sonne angesagt ist?

Die Kenntnis des zu erwartenden Wetters ist für uns sehr wichtig. Die Qualität unserer Arbeiten ist stark vom Wetter abhängig, da sie überwiegend im Freien erbracht werden und manche Materialien nur bei bestimmten Temperaturen verarbeitet werden können. Bei den Beschäftigten verringern hohe Temperaturen die Leistungsfähigkeit und können die Gesundheit gefährden. Hier steuern wir gegen, indem wir Getränke, Kopfbedeckungen und Sonnencreme ausgeben.

 

Hat sich die Einstellung der Baubranche und ihrer Beschäftigten zu Sonne und Hitze in den letzten Jahren gewandelt?

Unser Unternehmen gibt es jetzt seit über 30 Jahren. Wenn ich zurückblicke, kann ich schon sagen, dass sich inzwischen ein stärkeres Bewusstsein für die Gefährdungen durch UV-Strahlung und Hitze entwickelt hat. Heute wird nicht mehr so sorglos mit dem Thema umgegangen wie früher. Das sieht man etwa daran, dass die Bauarbeiter Sonnencreme benutzen und seltener „oben ohne“ arbeiten.

Rückseite einer Dose mit Infos und Verwendungshinweisen, bei der der Satz "Ab dem 24. August 2023 muss vor der industriellen oder gewerblichen Verwendung eine angemessene Schulung erfolgen" mit einem blauen Rahmen hervorgehoben ist.
Bild: Klaus Kersting - BG BAU

Isocyanate im PU-Schaum: Sind Sie vorbereitet?

Isocyanate, die wesentlichen Ausgangsstoffe von Polyurethanen (PU), die als Bestandteil von PU-Schaum kaum aus dem Alltag am Bau wegzudenken sind, dürfen ab dem 24. August 2023 nur noch von geschultem Personal verwendet werden. 

Zur Isocyanate-Schulung informieren und anmelden.

 

Ist es aus Ihrer Sicht eine realistische Option, die Arbeiten in den Sommermonaten früher beginnen zu lassen?

In unserem Betrieb ist es schon lange so, dass wir die Arbeitszeiten über Gleitkonten flexibel halten. Dies ermöglicht es uns auch, im Sommer früher mit den Arbeiten zu starten. Die Beschäftigten haben dann mittags länger frei und können nach Hause fahren, am Nachmittag wird wieder gearbeitet. Das funktioniert natürlich nur, wenn beide Seiten einverstanden sind. Aber die Beschäftigten merken selbst, dass schwere Arbeiten in der Mittagshitze doppelt anstrengend sind und besser zu einem anderen Zeitpunkt erledigt werden.

13. Juni 2024

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