Porträt Ralf Winn, Arbeitgebervertreter, WINN GmbH.
Bild: Martin Christ
Aus der Praxis für die Praxis

Stimmen aus der Selbstverwaltung der BG BAU

Ralf Winn, Arbeitgebervertreter, WINN GmbH

Herr Winn, wie machen Sie sich vor dem Beginn von Bauarbeiten ein Bild darüber, ob Dachflächen betreten werden können und welche Sicherungen nötig sind? 

Vor Beginn von Bauarbeiten verschaffe ich mir persönlich ein genaues Bild der Dachfläche. Ich prüfe Tragfähigkeit, Dachneigung, Eindeckung, Alter, sichtbare Vorschäden und Witterungseinflüsse. Auf Grundlage einer strukturierten Gefährdungsbeurteilung entscheide ich, ob die Fläche betreten werden darf und welche Sicherungsmaßnahmen erforderlich sind – etwa persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz, Gerüst, Seitenschutz oder Anschlagpunkte. Sicherheit und Verantwortung stehen für mich als Unternehmer an erster Stelle.

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Bild: neues handeln

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Ist das Risiko von Durchstürzen in Ihrer Branche präsent genug? Wie ließe sich das Gefahrenbewusstsein verbessern? 

Das Risiko von Durchstürzen ist im Dachdeckerhandwerk grundsätzlich bekannt, wird aber im Arbeitsalltag teilweise unterschätzt – insbesondere bei Routinearbeiten oder Zeitdruck. Gerade nicht durchsturzsichere Bauteile wie Lichtkuppeln oder gealterte Wellplatten stellen erhebliche Gefahren dar. Das Gefahrenbewusstsein lässt sich nur durch konsequente Schulungen, regelmäßige Unterweisungen, klare betriebliche Standards und eine gelebte Sicherheitskultur stärken. Sicherheit muss Führungsaufgabe sein und täglich vorgelebt werden.

9. März 2026

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