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„Auch wenn ich nur kurz eine Baustelle besichtige, trage ich immer Schutzkleidung“, sagt Hendrik Dieckmann, der selbst als 14-Jähriger als Ferienjobber, später als Tiefbau-Azubi und als Werksstudent im Unternehmen begann und heute die Geschäftsführung mitverantwortet. „Jede Führungskraft muss auf den Arbeitsschutz achten und diese Haltung allen vorleben.“
Die neuen Auszubildenden begrüßt er persönlich, bevor ein dreitägiges Willkommensprogramm beginnt. Dazu gehören Vermessen und Einkleiden für die passende Schutzkleidung, gemeinsame Mahlzeiten sowie praktische Sicherheitseinweisungen am Fuhrpark. Gemeinsame Abendveranstaltungen erleichtern den Einstieg und stärken den Kontakt zu anderen Azubis sowie zu den betrieblichen Ansprechpartnern.
Bei einem Hofparcours lernen die Neulinge, wie beweglich ein Bagger ist, warum sie Abstand halten müssen und wo tote Winkel auftreten. Alle dürfen sich selbst in die Maschine setzen und erleben, was eine Baggerführerin oder ein Baggerführer trotz Spiegeln und Kamerasystemen übersehen kann. Auch das Anschnallen wird geübt und zum Thema gemacht.
Die theoretische und praktische Unterweisung übernimmt ein Team um die Sicherheitsfachkraft im Unternehmen. Auf dem Programm stehen unter anderem staubarmes Nassschneiden, Gehörschutz, UV-Schutz, der sichere Umgang mit Trennschleifern und Rüttelplatten sowie das richtige Heben und Tragen. Praktische Übungen nehmen einen Großteil der Erstunterweisung ein.
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Externe Referentinnen und Referenten ergänzen das Programm um eine Sozialberatung zum ersten Gehalt, zu Kauf- und Mietverträgen sowie zum Beispiel zu Schuldenfallen beim Autokauf. „Für den Start ins Erwachsenenleben braucht es auch einen guten Umgang mit Geld“, erklärt Hendrik Dieckmann und sieht darin einen Teil seiner Fürsorgepflicht. Betriebsarzt und Krankenkasse informieren außerdem über UV-Strahlung, Lärm, Staub, Ernährung, ergänzende und ausgleichende Bewegung sowie Entspannung.
In den folgenden Wochen begleiten die Sicherheitsfachkräfte die Auszubildenden auf den Baustellen und binden Polierinnen und Poliere sowie und Führungskräfte ein. Eine Besonderheit: Im Arbeitsalltag wird jede noch so kleine Verletzung im digitalen Verbandsbuch erfasst. So lassen sich Unfallschwerpunkte erkennen und Gefährdungsbeurteilungen bei Bedarf anpassen.
Bei neuen Aufgaben unterweisen die Vorgesetzten direkt vor Ort. In der bauärmeren Zeit vermitteln die Sicherheitstage bei Dieckmann allen Beschäftigten zusätzliches Wissen oder frischen es auf – auch hier setzt das Unternehmen auf praktische Übungen. Künftig sollen Polierinnen und Poliere gezielt geschult werden, damit sie Arbeitsschutzthemen noch wirksamer vermitteln.
„Wir müssen daran arbeiten, dass alle im Unternehmen den Arbeitsschutz so ernst nehmen wie die Sicherheitskräfte“, beschreibt Hendrik Dieckmann das Ziel. „Alle sollen sicher arbeiten und gesund nach Hause kommen.“
2. September 2026