Gut versichert

Mit der Präventionssprechstunde Fachkräfte im Betrieb halten

Die Präventionssprechstunde der BG BAU hilft, mögliche Spätfolgen orthopädischer Unfallverletzungen früh zu erkennen und die Arbeitsfähigkeit langfristig zu erhalten.

Unfälle können langwierige Folgen haben. Auch nach erfolgreicher Behandlung einer orthopädischen Verletzung kann diese Jahre später wieder Beschwerden verursachen oder sich verschlimmern. Genau hier setzt die Präventionssprechstunde der BG BAU an: Sie soll mögliche Spätfolgen von Unfällen früh erkennen, bestenfalls verhindern und damit Beschäftigte arbeitsfähig halten.

Die Präventionssprechstunde der BG BAU richtet sich an Versicherte, die nach einem Arbeitsunfall wieder im Berufsleben stehen, bei denen aber ein erhöhtes Risiko für spätere gesundheitliche Probleme besteht. Ziel ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen anzustoßen – und das, bevor Beschwerden die berufliche Tätigkeit gefährden. Die Präventionssprechstunde ist damit ein Nachsorgeangebot, bei dem nicht die Behandlung akuter Unfallfolgen, sondern das Vermeiden von Folgeschäden im Mittelpunkt steht.

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Bild: SANALRENK / Getty Images

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Gemeinsames Gespräch als Basis 

Die Präventionssprechstunde ist ein Gespräch, zu dem die BG BAU die betroffenen Versicherten einlädt. An einem solchen Termin nehmen die oder der Betroffene, ärztliches Fachpersonal und das Reha-Management der BG BAU teil. Dabei werden die gesundheitliche Situation, berufliche Belastungen und vorhandene Hilfsmittel gemeinsam betrachtet. Auch die Frage, ob die ausgeübte Tätigkeit langfristig durch die Unfallfolgen gefährdet sein könnte, spielt eine wichtige Rolle. Bei Bedarf können medizinische, organisatorische oder persönliche Maßnahmen empfohlen werden.

Den Knöchel stabilisieren: Malermeister Dimitri, 47 Jahre* 

Nach einem Arbeitsunfall ist Dimitri wieder arbeitsfähig und zurück auf der Baustelle. Sein Sprunggelenk schmerzt nicht mehr, die Verletzung ist geheilt. Einige Jahre später wird er zur Präventionssprechstunde der BG BAU eingeladen. Dort werden eventuelle Beschwerden, seine beruflichen Belastungen und vorhandene Hilfsmittel wie spezielle orthopädische Sicherheitsschuhe überprüft. Gemeinsam wird bewertet, ob ein Risiko für eine Verschlimmerung der Unfallfolgen besteht und welche Unterstützung sinnvoll sein könnte. Er erhält einen Trainingsplan und für ein Jahr einen 50-prozentigen Zuschuss zum Fitnessstudio, um seine Fuß- und Wadenmuskeln aufzubauen. Ziel ist, seine Beschäftigungsfähigkeit langfristig zu erhalten und gesundheitliche Probleme möglichst früh zu erkennen. 

* Es handelt sich um einen möglichen, aber keinen realen Fall.

Ein Arzt untersucht einen Knöchel eines Patienten.
Bild: gilaxia / Getty Images

Das Knie stärken: Objektleiterin Sabrina, 45 Jahre* 

Sabrina hat sich bei einem Sturz die Bänder am Knie verletzt. Nach der Behandlung kehrt sie in ihren Beruf zurück. Da ihre Tätigkeit weiterhin mit viel Gehen, Treppensteigen und körperlicher Belastung verbunden ist, hat sie ein- oder zweimal im Jahr Schmerzen, die aber wieder weggehen, wenn sie ihre Kniebandage trägt. Sie geht nicht zum Arzt. Einige Jahre später wird sie zur Präventionssprechstunde eingeladen. Dort werden ihre gesundheitliche Situation, die Anforderungen ihrer Arbeit und vorhandene Hilfsmittel wie die Kniebandage betrachtet. Sie erhält eine neue Bandage und einen 50-prozentigen Zuschuss zum Fitnessstudio für ein Jahr. So kann sie ihre Muskulatur um das Knie herum gezielt stärken. Ziel ist, ihre Beschäftigungsfähigkeit langfristig zu erhalten. 

* Es handelt sich um einen möglichen, aber keinen realen Fall.

Ein Knie wird abgetastet.
Bild: Javier Zayas Photography / Getty Images

Versicherte und Unternehmen profitieren 

Von diesem Angebot der BG BAU profitieren beide Seiten im Unternehmen: Beschäftigte erhalten Unterstützung, um ihre Gesundheit und Beschäftigungsfähigkeit möglichst lange zu erhalten. Unternehmen können erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Betrieb halten. Die BG BAU leistet damit auch einen Beitrag zur Sicherung von Fachkräften.

3. September 2026

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