Bild: Dirk Dehmel
Aus der Praxis für die Praxis

Jens-Uwe Lutz

Jens-Uwe Lutz, Arbeitgebervertreter und Mitglied des Vorstands der BG BAU, beantwortet im Interview Fragen zum Umgang mit Auszubildenden im Betrieb.

Herr Lutz, wie erleben Sie den Alltag mit den Auszubildenden?

Es gibt Azubis, die am Anfang von den neuen Aufga­ben überfordert sind. Manche sind körperlich nicht aus­reichend fit – das kann schnell zu Überlastung und Unfäl­len führen. Wir als Chefs sollten da genau hingucken und für jeden Einzelfall überlegen, wie wir die jungen Men­schen fördern können. Ich finanziere allen eine Mitglied­schaft im Fitnessstudio oder bezahle auch andere Sport­arten wie Judo oder Reiten. Das lohnt sich, denn nur fitte und gesunde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in der Lage, die körperliche Leistung zu bringen, die bei uns er­forderlich ist.

 

Welche Tipps haben Sie für den Umgang mit Azubis?

Aus meiner Sicht sind Vorbildfunktion und Kommu­nikation am wichtigsten. Wenn wir uns selbst schützen und beispielsweise vor jedem Einsatz prüfen, ob wir statt Leitern sicherere Alternativen wie Hubarbeitsbühnen ver­wenden können, dann werden Azubis aus diesem Verhal­ten lernen. Wichtig ist außerdem die Kommunikation – wir müssen reden, reden, reden! Je öfter wir über Sicherheits­fragen sprechen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Thema auch wirklich in den Köpfen der Beteilig­ten ankommt. Ich habe mit meinem Team die Betriebliche Erklärung unterzeichnet. In ihr verpflichten wir uns alle, auf Sicherheit zu achten. Meine Beschäftigten wissen da­durch, dass sie immer „Stopp“ sagen und mich anspre­chen können, wenn sie bei einer bestimmten Tätigkeit ein schlechtes Gefühl haben.

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