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Wo täglich gewischt und desinfiziert wird, kommen Beschäftigte regelmäßig mit Gefahrstoffen in Kontakt. Bei chemischen Reinigungs- und Desinfektionsmitteln sind Hautreizungen, Atemwegsbeschwerden oder allergische Reaktionen bekannte Folgen.
Genau hier setzt die Dampfreinigung an, die ein ebenso effizientes und gesundheitsschonenderes Verfahren verspricht. Der große Vorteil: Dampfreinigung funktioniert nur mit erhitztem Wasser statt mit chemischen Zusätzen. Der Dampf wirkt dabei zielgerichtet auf die zu reinigende Stelle ein. Der gelöste Schmutz lässt sich mit einem Tuch aufnehmen oder landet im passenden Textilbezug der Düse.
Eine Vielzahl an Geräten und Zubehör erfüllt dabei unterschiedlichste Zwecke – sei es bei der Teppich-, der Fliesenboden- oder der Großküchenreinigung. Kombinierte Geräte wie Dampfsauger eignen sich für die Teppich- und Polsterreinigung. Das Risiko von Fehlanwendungen, etwa durch falsches Dosieren von Reinigungsmitteln, entfällt. Jedoch ist in den Räumen auf gute Lüftung zu achten, damit Restfeuchtigkeit trocknen kann.
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Hinzu kommt ein ergonomischer Aspekt: Heißer Dampf löst Fett und Schmutz oft genauso wirksam wie klassische Reinigungsmethoden, zum Beispiel bei der Grundreinigung von Fugen oder Dunstabzugshauben. Weniger Kraftaufwand beim Schrubben kann die körperliche Belastung senken – ein nicht zu unterschätzender Faktor in einer Branche mit hoher physischer Beanspruchung.
Auch beim Thema Hygiene kann Dampf punkten. Temperaturen über 100 Grad Celsius sind mit der richtigen Einwirkzeit in der Lage, die Anzahl der Mikroorganismen auf Oberflächen zu reduzieren. Für das Reinigungsgewerbe bedeutet das: Die Reinigung und eine gewisse Keimreduktion lassen sich in einem Schritt kombinieren.
Doch so überzeugend die Vorteile sind: Ein Allheilmittel ist die Dampfreinigung nicht. In sensiblen Bereichen, etwa im Gesundheitswesen, sind normgerechte Desinfektionsverfahren weiterhin unverzichtbar. Hier gelten klare Vorgaben (zum Beispiel aus den Hygienelisten vom Robert-Koch-Institut und Verbund für Angewandte Hygiene), die mit Dampf allein oft nicht erfüllt werden können.
Auch der Arbeitsschutz selbst stellt Anforderungen: Der Umgang mit heißem Dampf birgt Verbrühungsgefahren und erfordert bei der Neueinführung, dass Beschäftigte entsprechend geschult und zu Schutzmaßnahmen unterwiesen werden.
| Elektrische Gefährdung | → | Schutzeinrichtung RCD-S |
| Verbrennung/ Verbrühung | → | Unterweisung (zum Beispiel zu Handschuhen und deren Hitzebeständigkeit oder zum Umgang mit dem Gerät, wenn es unter Druck steht) |
| Beschädigte Schlauchleitung | → | Sichtprüfung, Wartung, jährliche Prüfung |
Neben den Vor- und Nachteilen beim Einsatz des Verfahrens stellt sich abschließend immer die Frage der Wirtschaftlichkeit: Anschaffungskosten, Energieverbrauch und Einsatzgrenzen müssen individuell bewertet werden. So eignet sich die Dampfreinigung beispielsweise eher für kleinere Flächen. Durch die notwendigen Heiz- und Anwendungszeiten kann ein zeitlicher Mehraufwand entstehen, der sich rechnen muss.
2. Juni 2026