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Die Autobahnbrücke Grumbachtal, Teilstück derAutobahn A6 im Saarland, ist eines von vielen Brückenbauwerken in Deutschland, die derzeit abgerissen und neu gebaut werden müssen. Den Auftrag der Autobahn GmbH erhielt 2018 eine Arbeitsgemeinschaftaus dem Baukonzern STRABAG AG und dem Stahlbauspezialisten Donges SteelTec. Im Einklang mit der Baustellenverordnung entwickelte die STRABAG AG ein engmaschiges Arbeitssicherheitskonzeptund setzte es von Beginn der Bauarbeiten an konsequent um. Das Ergebnis ist beeindruckend: Über einen erstaunlich langen Zeitraum kam es zu keinen Arbeitsunfällen auf der Großbaustelle.
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Die Federführung des Bauprojekts übernahm die STRABAG-Direktion Brückenbau auf Basis konzernweiter Arbeitsschutzvorgaben. Diese orientieren sich an der 5S-Methode für Ordnung, Sauberkeit und Sicherheit am Arbeitsplatz: Sortieren, Systematisieren, Säubern, Standardisieren und Selbstdisziplin. Um diesem Anspruch auf der Baustelle dauerhaft gerecht zu werden, verständigte sich Bauleiter Julian Schumacher mit den anderen am Brückenbau beteiligten Verantwortlichen auf ein Paket von Sicherheitsmaßnahmen:
An den Sicherheitsbegehungen nehmen stets Führungskräfte sowie der Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator vom STRABAG StandortBad Hersfeld teil. Der Blick von außen hilft, Sicherheitsdefizite zu entdecken, die im Alltag übersehen werden. „Mal lag Material im Weg, ein anderes Mal war bei Glätte nicht gestreut oder die Absturzsicherung hat nicht gepasst“, sagt Schumacher. Mängel werden in der STRABAG-App dokumentiert, das ist Vorgabe und gilt auch für ihre Beseitigung.
„Natürlich müssen wir die Brücke fertigstellen. Aber mit Hetzerei, die zu unsauberem und riskantem Arbeiten führt, sparen wir keine Zeit!“
Zeitdruck ist ein unsichtbares Sicherheitsrisiko beim Bauen. „Natürlich müssen wir die Brücke fertigstellen. Aber mit Hetzerei, die zu unsauberem und riskantem Arbeiten führt, sparen wir keine Zeit“, ist sich Schumacher bewusst. Mit dieser Einstellung sei auch Vertrauen gewachsenund eine Sicherheitskultur auf der Baustelle entstanden, in der Beschäftigte, Poliere und Bauleitung offen über Probleme und Risiken miteinander sprechen. Den Stellenwert des Arbeitsschutzes verdeutlicht ein großes Banner, das die Zahl der Tage aufführt, an denen auf der Baustelle nacheinander unfallfrei gearbeitet wurde.
Als am 10. Dezember 2025 schließlich 1000 Tage ohne Unfall zusammenkamen, war das für alle Beteiligten ein Grund zum Feiern und nach dem ersten Spatenstich und dem Richtfest Anlass für ein Baustellenfest. „Kein Grund nachzulassen, aber die Marke von 2000 Tagen ist nicht unser Ziel“, sagt Bauleiter Julian Schumacher. Denn die Brücke soll bis Mitte 2028 übergeben werden.
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9. März 2026