Porträtfoto André Büschkes in Zimmermannskleidung
Bild: Sascha Lafleur Fotografie
Aus der Praxis für die Praxis

Stimmen aus der Selbstverwaltung der BG BAU:

André Büschkes, Arbeitgebervertreter, Hans-Dieter Büschkes GmbH & Co. KG.

Herr Büschkes, Sie leiten einen Dachdeckerbetrieb. Kommen Azubis bei Ihnen direkt mit aufs Dach oder müssen sie erstmal am Boden gewisse Basics lernen? 

Basics sind wichtig. Wir vermitteln diese etwa in einer kompakten Erstunterweisung am Tag der Beschäftigungsaufnahme. Dann geht es relativ schnell aufs Dach, aber immer mit Begleitung, damit jemand ein Auge auf die Neuen hat. Bei uns gibt es keine strenge Trennung zwischen Theorie und Praxis. Arbeitsschutzhinweise geben wir kontinuierlich und anlassbezogen im Arbeitsalltag – zum Beispiel wenn Azubis das erste Mal ein Asbestzementdach betreten oder mit Lichtkuppeln zu tun haben.

Illustration eines Lautsprechers mit Briefen.
Bild: Julien Eichinger - stock.adobe.com

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Welche Methoden funktionieren Ihrer Erfahrung nach bei der Vermittlung von Arbeitsschutzwissen an junge Leute am besten? 

Die Jugendlichen haben viel Energie, aber keine lange Aufmerksamkeitsspanne. Daher halten wir unsere Unterweisungen kurz und machen etwa praktische Übungen mit der PSA gegen Absturz. Für ganz wichtig halte ich die Vorbildfunktion: Ältere Beschäftigten und auch der Chef müssen den Arbeitsschutz vorleben, sonst funktioniert es nicht. Von abschreckenden Unfallberichten würde ich abraten. Die jungen Leute sollen Respekt vor der Arbeit in der Höhe haben, aber keine Angst.

11. August 2025

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