Bild: Wolfgang Bellwinkel - BG BAU
Aus der Praxis für die Praxis

Peter Heinrich

Arbeitgebervertreter, Mitglied der Vertreterversammlung und des Präventionsausschusses der BG BAU, SICMED-Unternehmensberatung im Interview.

Herr Heinrich, ist das Thema Schutz vor UV-Strahlung auf den Baustellen angekommen? Welche Erfahrungen haben Sie dazu aus Ihrer Beratungstätigkeit?

In den vergangenen Jahren beobachte ich zunehmend einen Bewusstseinswandel bei allen Beteiligten. Die Sorglosigkeit im Umgang mit der Sonne nimmt auch auf den Baustellen ab – nicht zuletzt aufgrund der umfangreichen Berichterstattung zu den Gefahren der ultravioletten Strahlung. Vor allem jüngere Menschen sind hier recht gut informiert und wissen, dass sie sich von Anfang an gut schützen müssen, da das Risiko der Hautkrebs-Erkrankung mit der Dosis steigt. Auch die Unternehmen planen den Sonnenschutz immer häufiger schon im Frühjahr – nicht zuletzt, weil ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das zunehmend erwarten.
 

Was sagen Sie den Unternehmen, die noch nicht zu dieser Einsicht gekommen sind?

Häufig sind die Ursachen dafür, dass bestimmte Maßnahmen nicht ergriffen werden, nicht Unwille oder Ignoranz, sondern zumeist eher fehlendes Wissen. Umso wichtiger sind Information und Aufklärung, worum sich die BG BAU zum Beginn der Sommermonate ja intensiv kümmert. Außerdem dienen Sonnenschutzzelte, Sonnensegel oder Schirme nicht nur dem Hautschutz – auch Hitzeerkrankungen wie Sonnenstich oder Hitzschlag können damit vermieden werden. Kein Arbeitgeber möchte seine wertvollen Beschäftigten bewusst diesen Gefahren aussetzen, daher werden die Vorschläge gut angenommen. Aber dazu gehört natürlich auch, dass die Beschäftigten mitziehen und nicht mit bloßem Oberkörper auf der Baustelle hantieren.

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