Rund ums Recht

Homeoffice: kein Unfallversicherungsschutz auf Kita-Weg


Für den Weg zur Kita können Homeoffice-Beschäftigte keinen gesetzlichen Unfallversicherungsschutz beanspruchen. Das hat das Bundessozialgericht (BSG) entschieden. Demnach bestehe zwar Schutz, wenn Beschäftigte auf ihrem versicherten Weg zur Arbeitsstätte einen Umweg machen, um ihr Kind in die Kita zu bringen. Dies sei jedoch nicht auf Homeoffice-Beschäftigte zu übertragen.

Im jetzt entschiedenen Fall ging es um eine Mutter, die von zu Hause aus tätig war. Als sie ihre Tochter mit dem Fahrrad zur Kita brachte, stürzte sie und brach sich den Ellenbogen. Die Krankenkasse ging von einem Wegeunfall aus und wollte sich die Behandlungskosten von der zuständigen Berufsgenossenschaft erstatten lassen. Dem widersprach jedoch das BSG. Nach dem Gesetz müssten Beschäftigte auf dem versicherten Weg zur Arbeit sein. Im vorliegenden Fall habe bei der Frau der versicherte Weg erst gar nicht begonnen, weil die berufliche Tätigkeit zu Hause ausgeführt wurde. Der Weg zum Kindergarten war damit nicht unfallversichert (Az. B 2 U 19/18 R).

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