Rund ums Recht

Gute Frage - Gilt die gesetzliche Unfallversicherung auch während Pausen?

Spazierengehen, Rauchen, Einkaufen oder Essen – wir klären auf, ob Unfälle während Pausen als Arbeitsunfälle gelten.

Pausen gehören zur Arbeit. Laut Arbeitszeitgesetz sind nach spätestens sechs Stunden Arbeit 30 Minuten Pause vorgeschrieben, bei mehr als neun Stunden Arbeit erhöht sich die Pausenzeit auf 45 Minuten. Da liegt es nahe, zu vermuten, dass Tätigkeiten während der Pausen von der gesetzlichen Unfallversicherung abgedeckt sind – sei es Spazierengehen, Rauchen oder Essen. Dem ist allerdings in vielen Fällen nicht so. Unfälle in Pausen gelten vor allem dann als Arbeitsunfälle, wenn sie auf dem Weg zum Essen oder zur Beschaffung von Nahrungsmitteln passieren. Der Hin- und Rückweg zur Kantine, zum Restaurant oder zum Supermarkt ist versichert, nicht aber der dortige Aufenthalt.

Auch entfällt der Versicherungsschutz, wenn der Einkauf teilweise privaten Zwecken dient oder Beschäftigte vom Weg abweichen, um etwa ein Hemd von der Reinigung abzuholen. Im Homeoffice sind die Regelungen noch strikter, da nur schwer zwischen privater und beruflicher Tätigkeit unterschieden werden kann und es sich hier nicht um den Einflussbereich der Arbeitgeberin oder des Arbeitgebers handelt. So ist während der Arbeit zu Hause der Weg in die Küche nicht versichert. Gleiches gilt für den Gang zum Imbiss an der Straßenecke oder den Weg zur Toilette. Wer hingegen im Büro auf dem Weg zur Toilette verunglückt, ist versichert. Dabei endet der Versicherungsschutz an der WC-Tür und deckt nicht den Aufenthalt dahinter ab.
 

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