Bild: Wolfgang Bellwinkel - BG BAU
Aus der Praxis für die Praxis

Gerhard Citrich

Versichertenvertreter, Mitglied des Vorstands der BG BAU, Industriegewerkschaft Bauen­-Agrar­-Umwelt im Interview.

Herr Citrich, wie sehen Sie das Thema UV-Strahlung bei der Arbeit im Freien?

Für alle Beschäftigten, die draußen arbeiten, ist das ein zentrales Thema – das natürlich jetzt zu Beginn der sonnigen Monate ganz besonders drängt. Inzwischen hat es sich ja weithin herumgesprochen, welche gesundheitlichen Risiken mit zu viel UV-Strahlung verbunden sein können. Vor allem Hautkrebs macht uns am Bau sehr zu schaffen – die Zahlen steigen seit Jahren. Angesichts des Klimawandels und stärkerer Sonneneinstrahlung ist wohl auch keine Entwarnung in Sicht, im Gegenteil. Umso wichtiger ist es, dass wir Arbeitgebende und Beschäftigte in der Bauwirtschaft für das Thema sensibilisieren und eine gemeinsame „Sonnenschutzkultur“ etablieren.
 

Was tut die IG BAU konkret hierfür?

Die IG BAU will alle Beteiligten über das Thema UV-Strahlung und insbesondere die Hautkrebsgefahr aufklären und mit Informationen unterstützen. Gemeinsam mit den übrigen Sozialpartnern der Bauwirtschaft wurde dazu eine entsprechende Partnerschaft vereinbart. Die IG BAU hat verschiedene öffentlichkeitswirksame Kampagnen durchgeführt, mit denen auf das Thema aufmerksam gemacht wurde. Im Rahmen unseres Sonnen-Arbeitsschutzprogramms „Hautkrebs – Nein danke!“ finden sich auf unserer Webseite Filmclips, zum Beispiel zum hellen Hautkrebs, oder auch konkrete Tipps wie das „Hitze-Einmaleins für Open-Air-Jobs“. Ziel muss es sein, dass wir die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gemeinsam sensibilisieren und aufklären.

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