Werner Ludwig, Ludwigs Gebäudereinigung
Bild: Ludwigs Gebäude-Service GmbH
Mit gutem Beispiel

„Der Schutz geht vor“

Reinigung und Hygiene sind das Kerngeschäft von Ludwigs Gebäude-Service – in Zeiten von Corona ist das Familienunternehmen gefragter denn je. Ein eigener Krisenstab managt anspruchsvolle Einsätze in Krankenhäusern und Pflegeheimen.

Dass sie Prävention und Qualität immer ernst genommen hätten, zahle sich in der Krise einmal mehr aus, sagt Werner Ludwigs. Er hat Ludwigs Gebäude-Service gegründet und führt das Unternehmen gemeinsam mit seiner Tochter Nadine Ludwigs, die sich als Wirtschaftsingenieurin auf Reinigungs- und Hygienemanagement spezialisiert hat. Beide haben in der Corona-Krise alle Hände voll zu tun, genauso wie ihre 400 Beschäftigten.

Zwar fallen viele Aufträge für Reinigung, Pflege und Instandsetzung von Immobilien aus. Dafür gibt es vor allem in sensiblen Bereichen hohen Bedarf an Reinigung und fachmännischem Hygiene-management etwa in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie Kitas und Schulen.

Firmensitz Ludwigs Gebäude-Service in Viersen
Vom Firmensitz aus organisiert Ludwigs Gebäude-Service, dass die Einsatzkräfte alle Hygienemaßnahmen einhalten können.
Bild: Ludwigs Gebäude-Service GmbH

Mit Fachwissen und Ausrüstung punkten

Mit Fachleuten wie Gebäudereiniger-Meisterinnen und -Meistern sowie staatlich geprüften Desinfektorinnen und Desinfektoren führt Ludwigs Gebäude-Service auch behördlich angeordnete Desinfektionsmaßnahen durch. „Das Rüstzeug für die Corona-Krise hatten wir“, sagt Werner Ludwigs und meint damit zum einen Schutzmasken, -brillen und -handschuhe sowie Einwegkleidung und Desinfektionsmittel, die er auf Lager hatte. Zum anderen spielt er auf die Kompetenz und Lernbereitschaft der Beschäftigten an. Seit 40 Jahren baut er auf Aus- und Weiterbildung sowie gute Arbeitsbedingungen und hohe Servicequalität. Diese Kombination hat dem Viersener Unternehmen langjährige Beschäftigte und Kundschaft im anspruchsvollen Gesundheitswesen eingebracht. „Darauf können wir in der Pandemie aufbauen.“ Der Rest ist eine Frage der Organisation. Zunächst mehrmals täglich, inzwischen nach Bedarf, sorgt ein kleiner Krisenstab dafür, dass Aufträge ausgeführt werden – ohne das eigene Personal zu gefährden. Mit Infomaterial und Unterweisungen zu Handhygiene, Abstandsregeln sowie einer „Husten- und Nies-Etikette“ wurden die Beschäftigten frühzeitig aufgefordert, ihr Verhalten an das hohe Ansteckungsrisiko anzupassen.

„Wir haben Qualität und Prävention immer ernst genommen.“

Eine Frage der Organisation

Überall gilt es, die Anzahl der Kontakte gering zu halten. Die Firma setzte für Bürobeschäftigte auf Homeoffice, organisierte Teams und Arbeitszeiten neu. Bei der Objektreinigung sind immer dieselben Personen im Einsatz. Und auch bei der Anfahrt sind Teams meist nicht mehr gemeinsam unterwegs. Denn es gilt die Faustregel: nicht mehr als zwei Personen pro Fahrzeug – und möglichst immer dieselben. „Manchmal sind drei Fahrzeuge zum selben Ziel unterwegs“, sagt der Inhaber. „Da stoßen wir an die Grenzen der Wirtschaftlichkeit. Aber der Schutz der Beschäftigten sowie der Kundinnen und Kunden geht vor.“ Damit beugt Ludwigs auch vor: Wäre jemand aus den eigenen Reihen infiziert, bliebe die Anzahl der Beschäftigten überschaubar, die sich ebenfalls in Quarantäne begeben müssten – und somit für den Betrieb ausfallen würden.

Artikel teilen
Folgen Sie uns auch auf