Bild: Dominik Buschardt
Insider

„Das Virus in Schach halten“

Als Aufsichtsperson berät und kontrolliert Christian Haardt für die BG BAU auf Baustellen in Sachen Arbeitssicherheit. Das macht ihn im Zuge der Pandemie auch zum Ansprechpartner für professionellen Infektionsschutz.

Schon seit 19 Jahren fährt Christian Haardt für die BG BAU in seinem Aufsichtsbezirk von Baustelle zu Baustelle. Vor Ort berät er und steht im direkten Austausch mit Unternehmen und ihren Beschäftigten. Wenn nötig appelliert er und interveniert, um Gefahren abzuwehren. Seit Beginn der Coronapandemie gilt dies auch besonders für den Infektionsschutz.

„Bei der Hygiene gab es schon immer klare Standards, die ich im Rahmen meiner Tätigkeit überprüft habe“, sagt der 46-Jährige. „Mit der Coronapandemie ist das Thema aber erstmals in den Mittelpunkt gerückt.“

Wie viele andere Aufsichtspersonen, war der Maurermeister auch während des ersten Lockdowns im März 2020 unterwegs, als Übertragungswege und die spezifischen Gefahren des Coronavirus noch nicht erforscht waren. „Am Anfang war da schon ein mulmiges Gefühl, wie die Kontrolltätigkeit auf Baustellen unter ‚Corona-Bedingungen‘ funktioniert: Es gab dazu keinerlei Erfahrungswerte“, sagt der gebürtige Hesse, der den Landkreis Gießen sowie den Wetterau-Kreis betreut. Außerdem ist er bei der BG BAU im Referat Tiefbau mit den Themen Erd- und Straßenbau betraut und schult Auszubildende im Rahmen des Jugendprogramms.

 

„Bei der Hygiene auf Baustellen hat sich viel verbessert.“

Um die mit der Pandemie erforderlichen Hygienestandards auf dem Bau zu erfüllen, war zunächst viel Improvisation gefragt: Desinfektionsmittel waren 2020 über lange Zeit ebenso vergriffen wie mobile Toiletten mit Handwaschgelegenheit. Während einige Unternehmen bis heute völlig untätig geblieben seien, hätten andere versucht, selbst Abhilfe zu schaffen – durch kreative Eigenkonstruktionen.

Ausgehend vom SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard begutachtete er solche Lösungen, die teils auch ohne Wasseranschluss funktionierten, da dieser auf Baustellen oft nicht verfügbar ist: „Bei der Hygienesituation zeigt sich nach wie vor eine große Bandbreite, auch wenn sich über die Monate hinweg viel verbessert hat“, sagt Christian Haardt. „Die Baubranche hat es nicht leicht: räumliche Enge bei bestimmten Tätigkeiten und in den Pausenräumen, ein Nebeneinander verschiedener Unternehmen, Sprachbarrieren unter Beschäftigten. Es braucht den klaren Willen, das Virus in Schach zu halten: Und den gibt es vielerorts.“

Manche Unternehmen entwickeln auch eigeninitiativ ausgeklügelte Corona-Teststrategien (siehe auch „Testen: So wird's gemacht!“): Trifft er auf einen solch vorbildlichen Umgang, stimmt ihn das zuversichtlich für den weiteren Verlauf der Pandemie.

 

Einen multimedialen Einblick in den Arbeitsalltag von Christian Haardt liefert folgende Webstory: https://praevention-aktuell.de/dem-leichtsinn-auf-der-spur

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