Porträt Uwe Nack, Versichertenvertreter im Vorstand der BG BAU, beschäftigt bei der Wayss & Freytag Ingenieurbau AG.
Bild: Wayss & Freytag Ingenieurbau AG
Aus der Praxis für die Praxis

Stimmen aus der Selbstverwaltung der BG BAU: Uwe Nack

Versichertenvertreter, Wayss & Freytag Ingenieurbau AG.

Herr Nack, Sie haben selbst als Sifa gearbeitet. Von wem und in welcher Form nehmen Beschäftigte Sicherheitshinweise am ehesten an?

Am Bau wie auch woanders gilt „Rede am besten davon, was das du kannst und schon selbst gemacht hast“. Das heißt, die Beschäftigten hören am ehesten auf ihre direkten Vorgesetzten. Sie sind dauerhaft präsent und fachlich qualifiziert. Darüber hinaus ist es wichtig, dass auch die weiteren Vorgesetzten ihrer Vorbildfunktion in Sachen Sicherheit gerecht werden – nur so kann eine glaubhafte und wirkungsvolle Sicherheitskultur entstehen. 
 

Können neue Methoden wie Nudging das Gefahrenbewusstsein der Kolleginnen und Kollegen verändern?

Nudging kann funktionieren, sollte auf der Baustelle aber nicht so genannt werden. Der Begriff ist schwer verständlich und wirkt etwas abgehoben. Besser ist „Anstoß“ oder „Schubser“. Die Methode kann zusätzliche Impulse geben und so bestehende Vorschriften und Maßnahmen ergänzen – etwa, indem Sicherheitsausrüstung im Baucontainer oder Firmenfahrzeug gut sichtbar platziert wird.
 

Warum ist es wichtig, Beschäftigte frühzeitig bei der Einführung neuer Ansätze und Maßnahmen einzubinden?

Die Beschäftigten sollten möglichst früh eingebunden werden, damit sie von Neuerungen nicht überrascht werden. Das erhöht die Akzeptanz von Veränderungen und gibt Gelegenheit, diese anzupassen. Beschäftigte wissen in der Regel sehr gut, ob etwas in der Praxis funktioniert oder nicht. Ein passender Ort, um neue Lösungen vorzustellen, ist der Arbeitsschutzausschuss. Von dort aus werden die Neuerungen dann in die Belegschaft getragen.
 

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